Kunstgrafik

Serient Hermann

Melk *1935

Der 1935 in Melk geborene Autodidakt Hermann Serient ist sowohl Maler als auch Jazzmusiker.

In seinen Arbeiten widmete er sich in den 60er Jahren meist satirischen Motiven. Ab den 70er Jahren setzte er sich vermehrt mit gesellschaftlichen und umweltpolitischen Themen auseinander.

Hermann Serient bezieht Stellung zur Technologisierung, Umweltzerstörung und kollektiven Verleugnung. Gerne wirft er auch einen Blick auf Traditionen und Anekdoten aus dem bäuerlichen Leben im Südburgenland. Einen entscheidenden Platz in seinem Werk nehmen die Ölbilder ein, die an Werke der Phantastischen Realisten erinnern. Im Heanzenzyklus, der in den 70er Jahren entstanden ist, setzt er den Bewohnern von Teilen des Südburgenlands und ihren traditionellen, bisweilen eigenwilligen Gewohnheiten ein Denkmal. Als künstlerisches Mittel verwendet er die Groteske, verfremdet Menschen und Landschaften. Die skurrilen Figuren, trostlosen Landschaften und Gebäude sind typische Merkmale seines Werkes.

Die Landesgalerie in Eisenstadt widmete Hermann Serient 2005 eine Retrospektive.