Kunstgrafik

Ringel Franz

Graz *1940 - †2011 Graz

Farbiges Formengewirr, dichtes Liniengestrüpp, rabiate Striche, Figuren und Gesichter, Assoziationen, Wirklichkeiten, Mythen. Der Künstler führt Protokoll über seine Ängste und Obsessionen, über seinen Schmerz, seine Trauer und Leidenschaften. "Ringel malt keine Ideen. Er koloriert bloß seine Geister", schrieb sein Dichterfreund Wolfgang Bauer.

Ringel wurde 1940 in Graz geboren. In Wien studierte er an der Akademie bei Albert Paris Gütersloh, seine Arbeiten sind durch Expressivität und Farbigkeit gekennzeichnet.

1964 stellte Ringel erstmals in der Wiener Secession aus, vier Jahre später mit Martha Jungwirth, Kurt Kocherscheidt, Peter Pongratz und Wolfgang Zeppl-Sperl. Titel der Gruppenausstellung: "Wirklichkeiten". Der "Aufmarsch der Krokodile" wurde vor allem von den Phantastischen Realisten kritisiert, denn hinter diesen 'Wirklichkeiten' stand keine eigentliche Philosophie oder politische Ausrichtung.