Künstler/Innen

Schatz Otto Rudolf

Wien * 1900 - † 1961 Wien

 
  • http://www.galerie-kaiblinger.at/kuenstlerinnen/schatz-otto-rudolf/brooklyn-bridge/
  • http://www.galerie-kaiblinger.at/kuenstlerinnen/schatz-otto-rudolf/ny-staedtebild/
  • http://www.galerie-kaiblinger.at/kuenstlerinnen/schatz-otto-rudolf/ny-staedtebild-mit-bruecke/

Otto Rudolf Schatz gehört der österreichischen Malerprominenz an. Sein Wirken reicht vom Expressionismus bis zur Neuen Sachlichkeit.

Schatz studierte 1915 –1919 an der Kunstgewerbschule bei Oskar Strnad und Anton von Kenner. 1924 fand bereits eine erste Kollektivausstellung in der Neuen Galerie in Wien statt. 1928 bis 1938 gehörte Schatz dem Hagenbund an. 1936, 1937 weilte er in New York. Schatz war sichtlich von der massiven Präsenz der Architektur dieser Stadt fasziniert und zeigte seine New Yorker Werke nach seiner Rückkehr 1937 in der letzten Ausstellung des Hagenbundes in der Zedlitzhalle.

1938 erhielt der mit dem Sozialismus sympathisierende, zudem mit einer Jüdin verheiratete Künstler Malverbot. Eine Einreise in die USA konnte nicht erfolgen, da Schatz als sozialistischer Agitator eingestuft wurde. Er verbrachte die Kriegsjahre in Prag und Brünn und malte in teilweise sehr konventioneller Art, manchmal vorsichtshalber unter tschechischem Namen. Der Mangel an Malutensilien im künstlerischen Untergrund zwang ihn, sich auf Miniaturformate zu beschränken. Als Pseudonyme wählte Schatz „Sindelar“ und „O. Cervenka“. In den letzten Jahren der NS-Herrschaft 1944/45 war er im Lager Bistritz interniert.

1946 kehrte Schatz nach Wien zurück. Nun wurden in der Malerei Einflüsse des Expressionismus vorherrschend. Er bevorzugte Landschaften und Stadtszenen, in der Aquarellmalerei erotische Motive.

Seine Werke befinden sich in der Albertina, dem Belvedere, Leopold Museum und Wien Museum.