Künstler/Innen

Poier Alf

Judenburg, Steiermark *1967

 
  • http://www.galerie-kaiblinger.at/kuenstlerinnen/poier-alf/107-der-nacktfalter/
  • http://www.galerie-kaiblinger.at/kuenstlerinnen/poier-alf/105-das-gestrandete-nichts-in-der-bucht-der-alten-dame/
  • http://www.galerie-kaiblinger.at/kuenstlerinnen/poier-alf/205-der-erdbaer-plus-junges/
  • http://www.galerie-kaiblinger.at/kuenstlerinnen/poier-alf/204-damen-wal/
  • http://www.galerie-kaiblinger.at/kuenstlerinnen/poier-alf/106-der-dadaistische-teufel-attackiert-mit-seiner-zebrasalami-den-zweikoepfigen-rot-gruenen-drachen-um-das-gefesselte-kunstmaedchen-aus-seinen-faengen-zu-befreien/
  • http://www.galerie-kaiblinger.at/kuenstlerinnen/poier-alf/212-duesenjaeger/

Alf Poier ist ein österreichischer Kabarettist, Maler und Liedermacher. Seine Biographie als bildender Künstler ist untrennbar verbunden mit seinem Werdegang als dadaistischer Kabarettist und Musiker.

Im Alter von 24 Jahren begann er erstmals Farben in abstrakter Manier zu nutzen. Zu dieser Zeit besuchte er in Graz das Konservatorium im Fach Schlagzeug und trommelte gleichzeitig in mehreren Tanzkapellen, Rock- und Funkbands. Er versuchte Schlagzeug Rhythmen zu malen indem er diese auf Musikkassetten aufnahm und versuchte diese farbexpressionistisch darzustellen. Sämtliche in dieser Zeit entstandenen nicht gegenständlichen Werke waren Ausdruck eines gesamtheitlichen Paradigmenwechsels im Leben des Künstlers.

Als Poier im Jahre 1995 die Kabarettbühne betrat, erlangte er sehr schnell Berüchtigtheit. Nicht zuletzt waren dafür auch dadaesken Objekte, Zeichnungen und Malereien verantwortlich. Sein erstes Kabarettprogramm „Himmel, Arsch und Gartenzwerg“ war ein „Versuchsprogramm“, welches er immer wieder abänderte, um Neues auszutesten. Die positiven Reaktion des Publikums auf seine dadaeske Antikunst, Zeichnungen wie z.B. den „Transporthasen“, die „Katze im Querschnitt“, die „Reh-Inkarnation“ oder die „Eier-Hundgranate mit zwei Spreng-Köpfen“, ließ diese zum fixem Bestandteil der zukünftigen Programme werden.

In Poiers zweites Kabarettprogramm „Zen“ – für welches er mit dem Deutschen Kleinkunstpreis, dem Prix Pantheon und dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet wurde – waren Zeichnungen, Bilder und Objekte bereits stilprägend. Durch Gastauftritte in vielen nationalen aber auch deutschen und schweizerischen quotenstarken Fernsehshows konnte Poiers dadaeske Kunst auch einem Millionenpublikum präsentiert werden. Werke wie „Kami-Katze“, „Border-Leiner“, „Streich-Wurst“, „Kater-Billa“, „Muku-Muku“ etc. erreichten auf diesem Wege eine große Öffentlichkeit.

Nach einer fast 20-jährigem Tournee- und Bühnenkarriere folgte 2014 eine Zäsur aus gesundheitlichen Gründen. In dieser Zeit fokussierte sich Poier auf die bildende Kunst und erhielt im Jahre 2015 eine Retrospektive im renommierten Bank Austria Kunstforum Wien.

Poier startete seine Ausstellungstätigkeit als bildende Künstler somit mit einer Retrospektive. Zur gleichen Zeit begann er seine Werke im In- und Ausland auszustellen. Ebenfalls erschien im Seifert Verlag ein Buch mit dem Titel „123 Meisterwerke“, welches einen Querschnitt durch Poiers kolossales künstlerisches Vermächtnis bis zum Jahre 2015 zeigt.