Künstler/Innen

Oberhuber Oswald

Meran, Südtirol *1931

 
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Oswald Oberhuber folgte in seinem künstlerischen Werdegang einem Muster überraschender Neuanfänge.

1945 bis 1949 lernte Oberhuber Bildhauerei an der Bundesgewerbeschule Innsbruck. Im Anschluss war er Schüler von Fritz Wotruba an der Akademie der bildenden Künste in Wien und von Willi Baumeister an der Akademie in Stuttgart. 1972 war Oberhuber der österreichische Vertreter auf der Biennale von Venedig. 1977 nahm Oberhuber an der documenta 6 und 1982 an der documenta 7 teil. 1973 wurde er zum Professor an die Hochschule für angewandte Kunst in Wien berufen, der er bis zu seiner Emeritierung 1998 angehörte.

Oberhuber ist nicht nur einer der ersten informellen Künstler in Österreich, sondern er hat durch die Umsetzung dieser Prinzipien aus der Malerei in sein Konzept der informellen Skulptur auch im internationalen Kontext einen einzigartigen Beitrag geleistet. Diese Arbeiten werden meist als dreidimensionale Raumzeichnungen aus Gips, Draht und anderen empfindlichen Materialien realisiert. Sie stehen in radikalem Gegensatz zum damaligen kanonischen Vokabular der Moderne und der postkubistischen Skulptur.

Auf der Höhe des Informalismus beendete Oberhuber Mitte der fünfziger Jahre diese Phase und begann realistisch zu arbeiten. Damit machte er den ersten von vielen künstlerischen Sprüngen, die sein Werk von diesem Moment an prägen würden.