Künstler/Innen

Grabmayr Franz

Pfaffenberg *1927 - †2015 Wien

 
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Franz Grabmayr wurde 1927 am Pfaffenberg im Mölltal, Hohe Tauern, geboren. 1954 studierte Grabmayr Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien unter anderem bei Prof. Boeckl. Mit der „Sandgrube bei Schloss Rosenau“, einem Motiv mit Rot- und Ockertönen, begann die pastose, wilde Malerei: ein klares geistiges Konzept verband sich mit der Palette eines vielfältig differenzierten harmonischen Farbklangs.

Grabmayrs Bilder zeichnen sich durch eine überaus bewegte, pastose Malweise aus. Sie wirken wie Landschaftsreliefs aus Farbe, impulsiv, dynamisch, temperamentvoll und spontan. Diese Spontanität erzielt Grabmayr indem er dicke Farbschichten direkt mit der Spachtel aufträgt. Eine wesentliche Rolle spielt das Farberlebnis in der Natur. Durch seine „wilden Bilder“ gilt er auch als Vorbild der „Jungen Wilden“, die in den 80er Jahren die Gegenständlichkeit wieder entdeckten.

1973 zog er in sein Waldviertler Sommeratelier, einen Bauernhof in Oberstrahlbach; 1983 fand ein nächtliches Lagerfeuer statt, welches als Initialzündung für die Serie „Feuerbilder“ verstanden werden kann. 1984 wurde ihm der Ehrentitel „Professor“ verliehen, 1985 wurde sein Werk in der Bawag Foundation gezeigt. 2002 fand eine Ausstellung in der Österreichischen Galerie im Oberen Belvedere anlässlich seines 75. Geburtstags statt. 2007 wurde er zum 80. Geburtstag geehrt. Er erhielt den Würdigungspreis für bildende Kunst des Landes Niederösterreich und das Große Goldenen Ehrenzeichens des Landes Kärnten.