Künstler/Innen

Fuchs Ernst

Wien *1930 - †2015 Wien

Ernst Fuchs sah sich als Universalkünstler (Maler, Grafiker, Architekt und Musiker). Er gilt als einer der Gründer der Wiener Schule des Phantastischen Realismus.

Ernst Fuchs wurde 1930 in Wien geboren, väterlicherseits waren seine Vorfahren jüdischer Herkunft. Als sein Vater nach dem Anschluss 1938 nach Shanghai emigrierte, blieb der Junge mit seiner Mutter in Wien und wurde römisch-katholisch getauft.

1946 bis 1950 studierte Fuchs an der Akademie der bildenden Künste in Wien, unter anderem unter Albert Gütersloh. Seine erste Einzelausstellung fand 1949 in Paris statt, wohin er 1950 übersiedelte. Es folgten bis 1956 Reisen nach Amerika, Italien, Spanien und England. 1957 hielt er sich längere Zeit im Dormitio-Kloster am Berg Zion (Israel) auf und beschäftigte sich mit Ikonenmalerei. 1962 kehrte er nach Wien zurück, wo er eine Professur erhielt. Er zählt zusammen mit Wolfgang Hutter, Arik Brauer, Rudolf Hausner und Anton Lehmden zu den Gründern der Wiener Schule des Phantastischen Realismus.

1972 erwarb er die Otto-Wagner-Villa , die er umgestaltete und in ein fantastisches Fuchs-Museum verwandelte. Hier wird ein Querschnitt durch das Schaffen von Ernst Fuchs geboten. Im Park rund um das Museum gestaltete er einen Skulpturenpark, in dem sich auch ein vom Künstler erbautes, einzigartiges Brunnenhaus mit Glasmosaiken befindet.

Seine anfänglich surrealistischen, später manieristischen Werke weisen häufig religiöse oder mythologische Symbolik auf. Nach den Aussagen in seinem Buch „Architectura Caelestis“ beruhen seine Motive auf visionärer Erfahrung. In Paris entstanden zahlreiche ikonographische Arbeiten. Drei dieser Werke bildeten später das Altarbild der Rosenkranzkirche in Wien-Hetzendorf.

Seit 1988 hat Ernst Fuchs in Monaco gelebt und gearbeitet.